WEICHMAGNETISCHE SINTERTEILE

Fertigungsprozess

Die Pulvermetallurgie besteht eine Metallpulvermischung in einem Werkzeug in der Negativform des Werkstücks zu kompaktieren und den somit vorgeformten Grünling anschließend im Ofen bei einer Temperatur unter dem Schmelzpunkt des Metalls zu sintern.

Der grundlegende Ausgangsstoff von Weichmagnetische Sinterteile ist ein Pulver aus Reineisen, Legierungen oder Mischungen aus reinem Eisen mit Phosphor, Silizium, Nickel oder Chrom oder mikroverkapseltes Eisen. Die Mischung oder Legierung hat die chemische Zusammensetzung des Endmaterials.

Anschließend wird die erzeugte Pulvermischung in einem Werkzeug in der Negativform des fertigen Werkstücks kompaktiert. Dies erfolgt unter einem bestimmten Druck je nach festgelegter Dichte des fertigen Werkstücks.
Die Grünlige werden in einem Sinterofen gebrannt. Bei diesem Vorgang wird der Grünlig in kontrollierter Atmosphäre und Zeit auf eine Temperatur zwischen 1.100 und 1.300ºC. Durch die hohe Temperatur wird die Verbindung zwischen den Pulverteilchen gestärkt und die Verteilung der Legierungselemente gefördert.

Das Ergebnis dieses Verfahrens ist ein Werkstück aus Metall mit magnetischer und mechanischer Betriebsfertigkeit, hoher Massgenauigkeit und einer gewissen Mikroporosität.


In bestimmten Fällen erfordern gesinterte Bauteile aus Stahl zusätzlich zum Sintern weitere Fertigungsverfahren. Ziel dieser Verfahren ist es eine oder mehrere Eigenschaften zu ändern, damit das Bauteil für das System, in welchem es montiert wird, betriebsbereit wird.

  • Verdsiegelung der Porosität. Bei diesem Verfahren werden die Poren mit einem chemischen Produkt aufgefüllt. Dabei Harze verdichten das Bauteil, und Infiltrationen mit Kupfer erhöhen die mechanische Beständigkeit.
  • Kalibrieren. Beim Kalibrieren wird das Sinterteil in einem starren Werkzeug erneut kompaktiert, um seine Dichte zu erhöhen, seine Messgenauigkeit und Rauheit zu verbessern und/oder Reliefformen zu erzeugen.
  • Mechanische Bearbeitung. Zum Erreichen von Formen oder Toleranzen, die beim Kompaktieren nicht erzielt werden können: Drehen, Honen, Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden, Schleifen, Polieren usw.
  • Anlassen. Dieses Verfahren dient der Wiederherstellung oder Verbesserung der magnetischen Eigenschaften des ursprünglichen Werkstoffs nach einer Kaltverformung oder einer mechanischen Einwirkung auf das Bauteil wiederherzustellen oder zu verbessern. Je nach gewünschten Eigenschaften kann das Anlassen zur Aufhebung von Spannungen, Rekristallisation oder Kornvergrößerung eingesetzt werden.
  • Entgraten und Waschen. Trowalisieren, Strahlen, Bürsten, Polieren, Ultraschallreinigung, usw.
  • Oberflächenbehandlungen. Verzinken, Verchromen, Vernickeln, Phosphatieren, Metallisieren, Teflonisieren usw.
  • Verbindung mit anderen Bauteilen. Verschweißen, Hartlöten, Sinterverbindung, Verstemmen, Kleben, Vernieten, Überspritzen usw.

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